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Formel E: Berlin elektrisiert

May 9, 2018

In Mexiko holte der deutsche Rennfahrer Daniel Abt im März 2018 seinen ersten Formel E Sieg – gute Vorzeichen für sein Heimrennen am 19. Mai in Berlin.

Jubelt Daniel Abt auch bei seinem Formel-E-Heimrennen in Berlin?

Berlin, Berlin, wir fahren in Berlin. Und das bereits zum vierten Mal. Nirgendwo sonst gastierte die ABB FIA Formel E so häufig wie in der deutschen Hauptstadt. Zwar nicht immer auf derselben Strecke, doch Berlin ist der ersten rein elektrischen Motorsportserie der Welt ein treuer Gefährte. Auch wenn es unerwartete Vorkommnisse der Formel E nicht immer leicht gemacht haben.

Interessantes zu Daniel Abt und Team Audi Sport ABT Schaeffler:
Aktuelles aus der Formel E

Die Geschichte beginnt am 23. Mai 2015. Berlin ist Teil des Rennkalenders der allerersten Formel E Saison, die einige Monate zuvor in Peking angerollt ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Strecken ist das deutsche Gastspiel jedoch kein Formel E typisches Straßenrennen. Stattdessen lässt die Serie einen temporären Rundkurs auf dem Rollfeld des 2008 stillgelegten Flughafens Tempelhof errichten. Schon das erste Rennen auf dem frei designten «Tempelhof-Ring» wird ein Erfolg, wenngleich an vielen Ecken und Enden zu sehen ist, dass die Formel E gerade erst gestartet ist.

Im Jahr darauf muss sich die Formel E vorerst von Tempelhof verabschieden, denn Berlin nutzt das Flughafengebäude inzwischen anderweitig: Tempelhof wird zur Notunterkunft umfunktioniert und bietet rund 3000 Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf. Als logische Konsequenz fallen 2016 alle 33 Großveranstaltungen auf dem Gelände aus, darunter auch die Formel E.

Ein Rennen findet trotzdem statt – auf der zentraler gelegenen Karl-Marx-Allee in unmittelbarer Nähe des Alexanderplatzes. Der Berlin E-Prix 2016 liefert den Fans Motorsport vom Feinsten. Das anspruchsvolle Streckenlayout verlangt den Piloten einiges ab und verleitet zu Fahrfehlern. Zudem liegt am Rennsamstag eine positive Grundspannung in der Luft – das so typische urbane Formel E Feeling. Das Rennen mitten in der Innenstadt ist für jedermann gut erreichbar und lockt auch zahlreiche Zuschauer an, die noch nie zuvor von der Formel E gehört haben. Am Ende spritzt mit Daniel Abt ein deutscher Fahrer auf dem Podium Champagner – ein rundum gelungener Einstand für die neue temporäre Strecke auf der Karl-Marx-Allee.

Ruhe kehrt trotzdem nicht ein. Nach einem politischen Tapetenwechsel im Berliner Senat ist die Formel E im Stadtzentrum nicht mehr erwünscht. Der Rennsport müsse aus der Innenstadt verschwinden, heißt es. Zudem wolle die Politik die Anwohner schützen, deren Leben von der Formel E beeinträchtigt würden. Dabei hat es während des Rennens eigentlich kaum tatsächliche Beschwerden gegeben. Trotzdem ist die Entscheidung gefallen: Die Formel E wird 2017 nicht auf der Karl-Marx-Allee fahren – obwohl der Ticketverkauf bereits angelaufen ist.

Abermals macht sich die Formel E auf die Suche nach einem neuen Austragungsort. Die Alternative liegt auf der Hand: Im Februar wird die Rückkehr nach Tempelhof bestätigt. Und zwar mit modifiziertem Streckenlayout und als Doppelevent mit zwei Rennen an einem Wochenende. Am Samstag und Sonntag kommen gut 24 000 Zuschauer und erleben ein regelrechtes Festival der Elektromobilität. Zahlreiche Hersteller und Firmen, die sich inzwischen in der Formel E engagieren, nutzen die überdachte Fläche des Flughafens, um sich und ihre Produkte auszustellen. Viel Sonne, Bratwurst und Unterhaltungsprogramm runden den Besuch ab.

Berlin spiegelt wie keine andere Stadt die Entwicklung der Formel E wider: Vom Start-up mit Kinderkrankheiten über politische Querelen, mit denen die Elektroserie auch anderswo zu kämpfen hat, bis hin zur boomenden Vermarktungsplattform, zu der die Formel E in nur dreieinhalb Jahren geworden ist. Der nächste Beweis soll beim Berlin E-Prix 2018 am 19. Mai erbracht werden.

 von Timo Pape, e-Formel.de

 
Die LGT engagiert sich in der internationalen Motorsportserie für Elektroautos, der FIA Formel E. Sie sponsert das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit den Fahrern Daniel Abt und Lucas di Grassi, der in der vergangenen Saison die Formel E gewonnen hat.

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So funktioniert die Formel E

Energiebewusst

Jeder Fahrer darf 56 kWh pro Rennen nutzen. Genauso viel Energie benötigt ein Zwei-Personen-Haushalt in sechs Tagen, eine Spülmaschine für 70 Waschgänge oder ein Fernseher, wenn er 15 Tage nonstop läuft.

Schnell wie Formel 1

Die Formel E Boliden beschleunigen in 2.9 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ähnlich wie ein Formel 1 Modell. 

Ökostrom aus Alkohol

Der Strom für die Autos wird mit umgerüsteten Diesel-Generatoren hergestellt, die mit Glycerin schadstofffrei Strom generieren. Glycerin ist ein Zuckeralkohol, der durch seine wasserbindenden Eigenschaften beispielsweise in Kosmetikartikeln als Feuchtigkeitsspender enthalten ist. 

Mit Öffis zum Rennen

Die Formel E Rennen finden meist in den Innenstädten statt, damit das Publikum mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen kann.

Zu Hause mit dabei

Wenn Sie Daniel Abt, Lucas di Grassi und das Heim-Team von Audi Sport ABT Schaeffler nicht vor Ort erleben können, empfehlen wir die Live-Übertragung am 19. Mai ab 17:45 Uhr auf ARD oder ab 17:30 auf Eurosport.